Sie landen spät auf Kreta. Der Flug hatte Verspätung. Endlich haben Sie Ihr Gepäck. Jetzt geht es zum Mietwagenschalter. Sie holen Ihre Karte heraus. Oder vielleicht auch nicht. Diese kleine Entscheidung kann Ihren ersten Urlaubstag retten – oder ruinieren.
So sieht es bei der Autovermietung auf Kreta wirklich aus. Bargeld ist hier kein Relikt aus alten Zeiten. Und die Kreditkarte ist nicht immer der goldene Schlüssel. Beide Zahlungsarten funktionieren, führen aber zu sehr unterschiedlichen Erfahrungen. Treffen Sie die falsche Wahl, verlieren Sie Zeit, Geld oder Ihre Ruhe.
Bringen wir Klarheit ins Spiel. So läuft es tatsächlich ab.
Warum diese Entscheidung auf Kreta besonders wichtig ist
Der Mietwagenmarkt auf Kreta ist einzigartig. Große internationale Konzerne stehen direkt neben familiengeführten lokalen Anbietern. Ihre Regeln sind nicht dieselben.
Manche halten sich strikt an internationale Vorgaben. Andere folgen dem lokalen Stil. Die Art der Bezahlung sagt oft schon alles darüber aus, was Sie erwartet.
Sie entscheidet über:
• Wie die Versicherung gehandhabt wird
• Ob Ihr Geld blockiert wird
• Wie lange Sie am Schalter stehen
• Das Risiko unangenehmer Überraschungen später
Zahlung mit Karte: Der vertraute Weg (mit Stolpersteinen)
Mit Karte zu zahlen fühlt sich sicher an. Man kennt es so. Auf Kreta ergibt es jedoch nur in bestimmten Fällen Sinn.
Die Vorteile:
• Klare Nachvollziehbarkeit. Alles ist dokumentiert, und Sie können Abbuchungen anfechten.
• Zugang zu großen Marken. Internationale Anbieter verlangen fast immer eine Kreditkarte auf den Namen des Fahrers. Keine Ausnahmen.
• Praktisch für Geschäftsreisen. Abrechnungen sind einfacher.
Die Nachteile:
• Die große Blockierung. Meist werden 800 € bis 2.000 € als Kaution auf Ihrer Karte geblockt. Dieses Geld ist während des gesamten Urlaubs nicht verfügbar.
• Versicherungsspielchen. Der Grundpreis beinhaltet oft eine sehr hohe Selbstbeteiligung. Um diese zu senken, müssen Sie täglich extra zahlen.
• Wartezeit am Schalter. Rechnen Sie mit langen Verträgen und ausführlichen Erklärungen darüber, was Sie bei jedem Kratzer zahlen müssen.
Typische Szene am Flughafen Heraklion:
Jemand bucht online einen günstigen Tarif. Am Schalter legt er seine Karte vor. Plötzlich wird Druck gemacht, eine Zusatzversicherung abzuschließen, um eine Selbstbeteiligung von 1.500 € zu reduzieren. Lehnt man ab, fährt man zwei Wochen lang mit mulmigem Gefühl durch jede enge Kurve.
Barzahlung: Die lokale Abkürzung, die funktioniert
Ein Mietwagen bar bezahlt? Für viele Erstbesucher überraschend. Auf Kreta ist das jedoch völlig normal. Seriöse lokale Anbieter machen das täglich.
Warum das oft die bessere Wahl ist:
• Keine Kreditkarte nötig. Ideal, wenn Sie keine haben oder Ihr Limit knapp ist.
• Keine hohe Kaution. Viele lokale Anbieter verzichten komplett auf eine Kaution, wenn Sie die Vollversicherung wählen.
• Schnelle Abwicklung. Weniger Papierkram, weniger Gespräche, mehr Schlüssel.
• Der Preis ist fix. Ein Endbetrag wird vereinbart. Fertig. Keine versteckten Nachbelastungen.
Aber Vorsicht:
• Nicht jeder akzeptiert Bargeld. Große internationale Ketten sagen meist nein.
• Ein guter Ruf ist entscheidend. Das funktioniert nur mit vertrauenswürdigen lokalen Firmen. Meiden Sie dubiose Anbieter von der Straße.
• Quittung verlangen. Immer eine schriftliche Bestätigung über Zahlung und Versicherung geben lassen.
Die Wahrheit: Die Versicherung entscheidet alles, nicht die Zahlungsart
Vergessen Sie kurz den Vergleich zwischen Bargeld und Karte. Entscheidend ist die Versicherungsstruktur. Hier gehen viele Urlaube schief.
Das klassische „Kartenmodell“:
• Niedriger Tagespreis
• Sehr hohe Selbstbeteiligung (z. B. 1.500 €)
• Hohe Kaution wird geblockt
• Schadensprüfung nach Rückgabe des Fahrzeugs
Das gängige „Bargeldmodell“:
• Etwas höherer Tagespreis
• Vollversicherung inklusive
• Keine Selbstbeteiligung
• Keine Kaution
Die eine Option ist ein Risiko. Die andere kauft Seelenruhe. Im Urlaub entscheiden sich die meisten für Letzteres.
Was Reisende tatsächlich tun
Nach Tausenden von Vermietungen zeigt sich ein klares Muster:
• Erstbesucher wählen Angebote ohne Kaution und mit Vollversicherung, um Stress zu vermeiden.
• Familien bevorzugen deutlich bargeld- oder debitkartenfreundliche Anbieter. Planbare Kosten sind entscheidend.
• Jüngere Reisende meiden Kreditkarten, um ihr niedriges Limit nicht blockieren zu lassen.
• Wiederkehrende Besucher haben längst ihren Stamm-Anbieter und schauen sich gar nicht mehr um.
Bargeld zu wählen hat nichts mit Sparen zu tun. Es geht darum, Unsicherheit auszuschließen.
Clevere Schritte vor der Buchung
Diese vier Punkte sind wichtiger als die Zahlungsart selbst.
1. Fragen Sie nach der Selbstbeteiligung. Nicht nur, ob es eine Versicherung gibt, sondern: „Wie viel müsste ich für einen Kratzer zahlen?“
2. Klären Sie die Kaution. Ist es eine Blockierung oder eine echte Abbuchung? In welcher Höhe und wie lange?
3. Lassen Sie sich alles schriftlich bestätigen. Eine E-Mail mit Zahlungsart und Versicherungsdetails ist Gold wert.
4. Machen Sie Fotos. Fotografieren Sie das Auto bei Abholung und Rückgabe aus allen Winkeln. Das ist Ihr bester Schutz.
Was ist nun wirklich besser?
Für die meisten Urlauber, die Kreta entspannt genießen wollen, gewinnt das bargeldfreundliche Modell. Weniger Reibung, schnellere Übergabe und keine unangenehmen Diskussionen bei der Rückgabe.
Kartenzahlung hat dennoch ihre Berechtigung. Sie eignet sich für Menschen, die große Marken bevorzugen, Geschäftsbelege brauchen oder einem bestimmten Anbieter vertrauen.
Es gibt keine einzige richtige Antwort. Nur die passende Lösung für Ihre Reise.
Das eigentliche Ziel: Urlaub, kein Ärger
Kreta genießt man mit einfachen Entscheidungen. Ein transparenter, fairer Preis ist besser als ein „Schnäppchen“ mit versteckten Klauseln. Vollständig abgesichert zu sein ist besser, als zu hoffen, dass nichts passiert.
Die Art der Bezahlung sollte Ihren Urlaub erleichtern, nicht belasten.
Genau deshalb entscheiden sich viele Reisende nach gründlicher Recherche für einen vertrauenswürdigen lokalen Anbieter wie MYTHOS Car Rentals. Ihr Service basiert auf einem einfachen Prinzip: keine Überraschungen. Und das macht den Urlaub einfach besser.


